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Staatliche Fachschule für Lebensmitteltechnik Kulmbach
Interaktiv
#1

Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 15.11.2013 10:59
von RüMüllerFT34 | 38 Beiträge | 10 Punkte

Da ja, scheinbar,leider niemand Thematiken oder Problematiken hat, die man in diesem Forum diskutieren könnte, hau ich mal wieder in die Tasten.

Stell dir vor, du müsstest immer nur Früchte essen! Ein grauenhafter Gedanke, einfach gruselig.

Fleisch zu essen ist eine ureigene menschliche Angewohnheit. Die Frage, ob der Mensch ein Fleischfresser ist ein Dauer-Streitthema, jedoch nur für Vegetarier und Veganer. Diese argumentieren gern, dass die Anatomie des menschlichen Verdauungsapparates sowie das Fehlen von Reißzähnen und Klauen belegen, dass der Mensch ein geborener Pflanzenvertilger ist. So ein Schwachsinn! Wissenschaftliche Untersuchungen der Universität von Arkansas haben Bissspuren an Tierknochen gefunden, die sich bis zur Gattung Homo zurückverfolgen lassen, ein Urahn des modernen Menschen, der vor 2,5 Millionen Jahren gelebt hat. Auch der frühe Mensch stand also irgendwann vor der Wahl, Vegetarier oder Fleischesser zu werden. Die Entscheidung war relativ einfach, und so begann unser Urahn NATÜRLICH Fleisch zu essen. Im Laufe des 21. Jahrhunderts begann dann eine „Menschliche Splittergrupe“, man könnte sie auch „Vegetarisch/vegane Ökoterroristen“ nennen, das menschliche Ernährungsverhalten in Frage zu stellen.
Das Motto schien und scheint zu lauten:„Was interessiert mich der Hunger in der Welt, rettet Schweine, Kühe, Schafe, Fische und Vögel“. Seltsamerweise kommen 99,9% der Mitglieder dieser menschlichen Splittergruppe aus wohlhabenden Ländern, in denen die Ernährung der Bevölkerung sicher gewährleistet ist. Das gibt mir jetzt aber schwer zu denken!
Wollen Vegetarier und Veganer durch ihren Verzicht also lediglich mit den Ärmsten der Welt sympathisieren? Die Ärmsten der Welt würden sich über ein Stück Fleisch, vielleicht über eine Vegetarier/Veganer- Spendenaktion, sicherlich mehr freuen als über diese plakative Form von Sympathisantentum!
Fleisch enthält nun mal viele Nährstoffe. Natürlich gibt es zahlreiche Studien, die nachweisen, dass zu viel Fleischgenuss krank machen kann. Das gilt aber im Prinzip für alle Lebensmittel, die man im Übermaß zu sich nimmt. Tatsache ist auch, dass moderater Fleischkonsum durchaus gesund ist. So enthält Fleisch die wertvollen Mineralstoffe Eisen und Zink. Kein Lebensmittel deckt den Eisenbedarf des Körpers so gut ab wie Fleisch. Eisen sorgt dafür, dass Sauerstoff zu den Zellen transportiert wird. Fleisch ist außerdem ein exzellenter Eiweißlieferant und das wichtige Vitamin B 12 kommt sogar ausschließlich in tierischen Produkten vor.
Fleischessen ist darüber hinaus ein höchst sinnlicher Genuss. Es ist ein eigentlich banales Argument – aber Fleisch schmeckt und riecht einfach gut. Der unnachahmliche, einmalige, fantastische Geschmack und Geruch von Fleisch ist ein sinnliches Erlebnis: Grillduft im Sommer, Mutters Sonntagsbraten, eine herzhafte Brotzeit mit Wurst bei einer Bergtour. Das sind Erlebnisse, die kein Fleischesser missen möchte. Kein anderes Lebensmittel bietet so viele Geschmacksrichtungen und kann auf so unterschiedliche Arten zubereitet werden.
Neben den vielen Nährstoffe hat Fleisch auch noch die hervorragende Eigenschaften, schnell und schmackhaft den Hunger einer Familie zu stillen.

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#2

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 15.11.2013 12:30
von Sascha Woitschack | 26 Beiträge | 20 Punkte

Sehr gut geschrieben Herr Müller,

ich kann mich dieser Meinung nur anschließen.

Ich sehe auch keinen Sinn in einem Veggie-Day, es gibt ja auch kein Fleisch- oder Wurst-Day!

Wenn man sich nur mal die Sendung "Das perfekte Dinner" ansieht, in der Vegetarier oder die noch schlimmerern Veganer erwarten ein fleischloses bzw. tierfreies Produkt nach Ihren Wünschen zu bekommen. Ich habe da noch kein Vegetarier oder Veganer gesehen der Fleisch für seine Gäste gekocht hat! Wenn man so etwas erwartet, dann sollte man im Gegenzug auch bereit sein, etwas zu geben!

Nach dem Motto: Wenn ich kein Fleisch esse, koch ich meinen Gästen auch kein´s!
Das ist ja überaus diskriminierend. Ich bin Anti-Vegetarier und erwarte beim Essen irgendwas mit Fleisch und nicht eine Gemüse-Beilage oder noch schlimmer Soja in Pressform!

Und dann haben die wie von Herrn Müller etwas spitz benannten Ökoteroristen auch noch die Frechheit, ihre Sojaprodukte nach den tierischen Vorbildern zu benennen.

Tofu-Schnitzel --> Das ist ein Sojapressling paniert und kein Schnitzel
Tofu-Teewurst --> Keine Wurst, sondern ein Soja-Brotaufstrich
Frankfurter Tofuwürstchen --> Schon wieder ein Würstchen??

Diese Liste würde sich sicher um mehrere Produkte erweitern lassen, bei denen man sieht wie die Vegetarier/Veagner sich an den Namen der fleischhaltigen Vorbilder bedienen und warum?, weil sonst keiner etwas kaufen würde - man weiß ja nicht was es ist!

Wenn man den Spieß umdreht, trifft folgendes Zitat zu: Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!

Jeder sollte das Essen was ihm schmeckt, satt und glücklich macht!

Es sollte doch keiner versuchen jemandem anderem vorzuschreiben was man Essen sollte, wir sind nicht mehr im Mittelalter und haben keine Kreuzzüge!

In diesem Sinne: Esst was Ihr wollt, aber lasst andere mit der Propaganda in Ruhe, dann können wir alle glücklich sein!

Ein schönes Wochenende allen und viel Spaß beim eurem wunscheigenen Essen...


*Wenn schon nicht Berühmt* *Dann wenigstens Berüchtigt*
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#3

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 12.05.2014 20:50
von PMetzner | 5 Beiträge

Meine Herren, da muss ich als "aus"gefleischter Vegetarier scheinbar mal einige Fehlinformationen richtig stellen.
Der Vegetarismus entstammt keineswegs oben genannten "Splittergruppen des 21.Jhd", sondern reicht bis in die Antike zurück.
Weiterhin kommen nicht mal annähernd

Zitat
99,9% der Mitglieder dieser menschlichen Splittergruppe aus wohlhabenden Ländern.


Vielmehr liegt der Ursprung im eher als arm zu bezeichnenden Indien. Dort sind >40 % der Bevölkerung Vegetarier und das allein schon aus religiöser Überzeugung. Denn besonders Hindus und Buddhisten in Asien machen eine Großzahl der Vegetarier aus (auch für mich einer der Beweggründe).

Zitat
„Was interessiert mich der Hunger in der Welt, rettet Schweine, Kühe, Schafe, Fische und Vögel“


Sie wissen sicherlich selbst, dass für die Fleischproduktion sehr viel mehr Ressourcen gebraucht werden als sie für andere Lebensmittel nötig wären. Dadurch ist diese Aussage auch ziemlich unbrauchbar. Gerade dies zählt nämlich zu den Beweggründen vieler westlicher Vegetarier, dem Fleisch zu entsagen. Denn vermeintlich könnte man durch Verminderung der Ressourcenverschwendung dem Welthunger entgegenwirken.

Doch das alles sind Dinge über die mit Sicherheit ganz verschiedene Meinungen herrschen. Darüber kann man streiten (wenn man das will, ich übrigens nicht), aber wie Herr Woitschak schon sehr schön bemerkte:

Zitat
Jeder sollte das Essen was ihm schmeckt, satt und glücklich macht!


Ernährt man sich als "Antivegetarier" übrigens carnivor?

Ich bleibe jetzt bewusst sachlich und gehe auf die weitere Argumente gegen das

Zitat
Ökoterroristentum

gar nicht erst ein, denn da kann sich ja jeder selbst seine Meinung bilden
Das sollte nur als Anstoß dienen mal ein bisschen über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen ohne voreilig Urteile zu fällen.
Und Toleranz gegenüber anderen Ansichten sollte im 21.Jhd auch kein Fremdwort mehr sein.
Übrigens waren unter anderem Pythagoras und da Vinci Vegetarier, denen wir wohl viel zu verdanken haben.

Grüße, P.Metzner, VT25

P.S. Wir Vegetarier essen nicht nur Früchte (wie oben erwähnt) sondern auch Gras und Steine .. kleiner Scherz zum Schluss.


zuletzt bearbeitet 12.05.2014 20:54 | nach oben springen

#4

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 13.05.2014 13:30
von RüMüllerFT34 | 38 Beiträge | 10 Punkte

Ja, ich out mich jetzt und hier! Ich esse Fleisch und das sehr gerne! Ich bin bekennender Fleischfresser! Wie sagt man doch so schön: “Ich habe mich doch nicht an die Spitze der Nahrungskette gestellt, um danach Salat zu futtern” (dieser Satz wird bestimmt wieder Kritik hervorrufen).
Erzählt Veganern und Vegetariern doch mal(vielleicht bei Gründung einer “Christlichen Soja Union”?) von abendlichen Essenseinladungen und Metzgereibesuchen, wenn sie nach ausgebrannter Ruine schmeckende Fake-Landjäger probiert haben und dann doch voller Scham und Gier eine Leberkässemmel verschlingen! Mögen diese, Bio-, vegetarische, vegane Kost verschlingenden "Ökoterroristen" dies für die gesündere Ernährung für den Esser und die Welt halten: Einen besseren Menschen macht der Verzehr von Pflanzlichem noch lange nicht aus ihnen (auch wenn viele Veganer/Vegetarier das zu glauben scheinen).

Es gibt Nährstoffe, die wir nur durch die Aufnahme pflanzlicher Nahrung zuführen können (beispielsweise Vitamin C), und es gibt andere Nährstoffe, die nur in tierischer Nahrung zu finden sind.
Vitmanin B12 ist wasserlöslich und wird von jeder Zelle des Körpers benötigt, um überhaupt funktionieren zu können. Es ist besonders wichtig für die Blutbildung und die Gehirnfunktionen. B12 ist bis auf wenige Ausnahmen (manche Algenarten, zum Beispiel) AUSSCHLIESSLICH in tierischen Produkten zu finden.
Eine Studie belegt beispielsweise, dass sage und schreibe 92 Prozent aller Veganer Vitamin B12-Mängel aufweisen.
B12 ist aber nur einer von vielen wichtigen Nährstoffen, die ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln gefunden werden können:
Tierisches Protein enthält alle essentiellen Aminosäuren, in der genau richtigen Mischung. Eiweiß ist wichtig für die Ausbildung von Muskeln und Knochen. Veganer bekommen überhaupt kein tierisches Protein, und das wirkt sich negativ auf ihre Körperzusammensetzung aus.
Häufig ist eine Unterversorgung mit Jod festzustellen, wenn dann nicht wenigstens jodiertes Speisesalz verwendet wird, fehlt Jod als essentielles Spurenelement zur Bildung der Schilddrüsenhormone in unserem Körper, es kann zu Antriebslosigkeit sowie erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten kommen.
Auch die Deckung des Eisenbedarfs gestaltet sich problematisch, weil auf die wichtigsten Eisenlieferanten Kalbs-, Schweine-, Rindfleisch und Leber verzichtet wird. Getreide, Vollkorn- und Sojaprodukte, Mais, Reis, Nüsse sowie andere pflanzliche Produkte sind trotz ihres hohen Eisengehaltes schlechtere Eisenlieferanten, weil die Ausnutzung dieses Spurenelements durch den hohen Phytingehalt in ihnen herabgesetzt wird. Phytinsäure bzw. Phytate bilden mit Eisen einen nicht resorbierbaren Komplex und hemmen infolge dessen die Eisenaufnahme.
Es gibt Nährstoffe, die wir nur durch die Aufnahme pflanzlicher Nahrung zuführen können (beispielsweise Vitamin C), und es gibt andere Nährstoffe, die nur in tierischer Nahrung zu finden sind.
Vitmanin B12 ist wasserlöslich und wird von jeder Zelle des Körpers benötigt, um überhaupt funktionieren zu können. Es ist besonders wichtig für die Blutbildung und die Gehirnfunktionen. B12 ist bis auf wenige Ausnahmen (manche Algenarten, zum Beispiel) AUSSCHLIESSLICH in tierischen Produkten zu finden.
Eine Studie belegt beispielsweise, dass sage und schreibe 92 Prozent aller Veganer Vitamin B12-Mängel aufweisen.
B12 ist aber nur einer von vielen wichtigen Nährstoffen, die ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln gefunden werden können:
Tierisches Protein enthält alle essentiellen Aminosäuren, in der genau richtigen Mischung. Eiweiß ist wichtig für die Ausbildung von Muskeln und Knochen. Veganer bekommen überhaupt kein tierisches Protein, und das wirkt sich negativ auf ihre Körperzusammensetzung aus.

Kreatin ist wichtig für die Rekrutierung von Muskelkraft, eine Art Energiespeicher des Körpers. Studien belegen, daß Veganer Kreatin-Defizite haben, was sich negativ auf ihre Muskel- und Gehirnfunktion auswirkt.
Carnosin schützt vor verschiedenen Verschleißprozessen im Körper und steht auch im Verdacht, gegen die Alterung zu schützen. Es ist ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln zu finden .
Docosahexaensäure ist die aktivste Form der Omega 3-Fettsäuren im Körper und findet sich hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln. Die pflanzliche Form der Docosahexaensäure, ALA genannt, wird nur unzureichend in Docosahexaensäure umgewandelt.
Und was wäre der Reigen der von Vegetariern und Veganern verteufelten Nahrungsmittel ohne gesättigte Fettsäuren und Cholesterin?
Cholesterin ist in jeder Zelle zu finden, genauer gesagt, in der Zellmembran. Es ist außerdem entscheidend wichtig für die körpereigene Produktion von Testosteron und anderen steroidalen Hormonen. Studien haben gezeigt, daß die Einname von gestättigten Fettsäuren mit erhöhten Testosteronspiegeln korreliert.
Es ist also keine wirkliche Überraschung, daß Veganer und Vegetarier viel niedrigere Testosteronspiegel haben als Fleischesser.


Genug also von der radikalen Meinung, „gesund ernähren“ heißt dem Fleisch entsagen und die Sättigungsbeilage zum Hauptgericht zu machen. „Gesund“ sehe ich in diesem Zusammenhang als Mythos an.

Mit freundlichen Grüßen - kind regards - bien cordialement

R. Müller


zuletzt bearbeitet 13.05.2014 13:32 | nach oben springen

#5

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 13.05.2014 21:12
von PMetzner | 5 Beiträge

Wo haben Sie das denn rauskopiert? Fällt auf, da sich die Absätze teilweise wiederholen..
Ich könnte Ihnen jetzt ebenso einige Studien auftischen, wenn ich das wollte. Aber das führt ja zu nichts. Die Fakten liegen auf der Hand: eine vollwertige Ernährung lässt sich natürlich auch durch vegetarische Ernährung bewerkstelligen. Ich bin sicher, dass die allermeisten Vegetarier sich dessen bewusst sind, dass man ein besonderes Augenmerk auf die Zufuhr bestimmter kritischer Nährstoffe haben muss. Nährstoffmängel riskiert man durch jede unausgewogene Ernährung, auch das ist sicher weithin bekannt.

Ich finde es dennoch sehr löblich,dass Sie sich doch so sehr um das Wohl der Vegetarier und Veganer sorgen.

Aber bevor Sie das Thema weiterhin ins lächerlich ziehen machen wir hier mal lieber eine Alleinunterhaltung draus.
Mir ist ja klar, dass jemand aus der Fleischbranche eine recht voreingenomme Meinung zu diesem Thema haben muss, aber ich wollte hier ja auch nur etwas zur Allgemeinbildung beitragen.

Grüße,
P.Metzner


zuletzt bearbeitet 13.05.2014 21:25 | nach oben springen

#6

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 15.05.2014 09:47
von RüMüllerFT34 | 38 Beiträge | 10 Punkte

Hallo Herr Metzner,

selbstverständlich habe ich die Info´s meiner letzten Antwort von diversen Quellen zusammengetragen und dann zusammengestellt. Das heißt, ich habe mich mit der, in meinen Augen, abstraktesten Art der Ernährung auseinandergesetzt. Diese nachgewiesenermaßen unnatürliche Art der Ernährung gestehe ich doch gerne jedem zu. Dann bleibt doch mehr Fleisch für uns, die wir dieses äußerst hochwertige, natürliche und mehr als wohlschmeckende biologische Lebensmittelseine lieben, schätzen und geniessen können.

Es kommt eher darauf an, was man lesen kann oder will, als darauf, was der andere schreibt. Manche verstehen mehr, manche weniger
und wieder andere verstehen Dinge schlichtweg falsch oder haben nicht den nötigen Humor um es zu verstehen.

Pflanzen sind Lebewesen, die sich lediglich durch den Aufbau ihrer Zellen und durch ihre Ernährungsweise von Tieren unterscheiden. Dürfen Vegetarier und Veganer dann eigentlich überhaupt Pflanzen essen?

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#7

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 15.05.2014 21:08
von Patrick Beck | 7 Beiträge

Ohje, da darf ich mich mich als jemand, der in der Tofu-Branche arbeitet garnicht einmischen, da ich sonst ins Kreuzfeuer gerate. Aber keine Angst, ich esse weiterhin Fleisch, wenn auch weniger als vorher. Liegt eher an der Faulheit einzukaufen und an dem Fakt dass ich mir Tofu umsonst mit nach Hause nehmen kann... Was ich aber zum Beispiel respektiere ist der Fakt, dass in unserer Kantine nur veganes Essen serviert wird und man auch keine Fleischprodukte zum Verzehr mitbringen darf :)


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#8

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 16.09.2014 13:24
von RüMüllerFT34 | 38 Beiträge | 10 Punkte

Einige Veganer und Vegetarier betreiben ihre Ernährung wie eine Art Religion und sie fühlen sich persönlich angegriffen, gar in ihrer Existenz bedroht, wenn jemand Mängel in ihrem "Glaubenssystem" aufzeigt. In der Folge reagieren sie defensiv, oft aggressiv. Das ist menschlich. Ich vergebe ihnen allen, denn sie wissen nicht was sie tun.

Denn eines ist gewiss, der Konsument regelt was, wie und mit welchem Aufwand und Kollateralschäden für die umwelt produziert wird!

Es ist kaum bestreitbar, dass die industrielle Fleischproduktion der Umwelt schadet und ineffizient mit Ressourcen umgeht, also nicht nachhaltig ist. Außer Frage steht auch, dass sie viel Leid verursacht, wenn – meist aufgrund des Preisdrucks – zum Beispiel die Sorgfalt bei der Schlachtung leidet.

Aber der Anbau von Pflanzen ist doch viel besser für die Natur. Und töten muss man dabei auch niemanden. Oder?

Der größte Irrtum vieler Vegetarier und Veganer ist, dass für ihre Ernährung niemand sterben müsse. Bei konsequenter Umsetzung ist sicher richtig, dass für Veganismus kein Stück eines getöteten Tieres auf dem Teller landet. Dies lässt jedoch die Kollateralschäden der Pflanzenproduktion außer Acht. Und diese sind teils 25 mal höher als bei der Produktion von [b]Weidefleisch[/b].
Pro kg nutzbaren Proteins aus Getreide werden hier unter Umständen 25 mal mehr fühlende Wesen getötet als durch nachhaltige Fleischproduktion. Mehr noch: Auch die Umwelt kann stärker unter der Pflanzenproduktion leiden.Da die größte Kritik der konventionellen Fleischerzeugung zukommt, schauen wir uns das verbreitete, das konventionelle Modell der Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel an: Wie wird Soja, die gern und meist genannte Alternative zu Fleisch, angebaut? In Monokulturen. Das betrifft übrigens nich nur Soja, sondern sondern praktisch alle konventionellen Pflanzenanbausysteme: Es sind Monokulturen, denn anders lässt sich kaum effizient arbeiten. Auch Gemüse bauen wir in Monokulturen an. Selbst der Einsatz von Fruchtfolgen ändert nichts an der Tatsache, dass es sich wenigstens temporär um Monokulturen handelt. Für diese werden in der Regel bestehende Ökosysteme beseitigt, Grünland umgebrochen und in Acker verwandelt. Grünland ist jedoch ein natürliches Ökosystem und Heimat vieler vielfältiger Tier- und Pflanzenspezies, die so durch den Acker ihren Lebensraum verlieren.

Monokultur bedeutet, dass hektarweise immer ein und dieselbe Pflanze wächst, um bei der Pflege und der Ernte den Größenvorteil nutzen zu können. Gesunde Ökosysteme sind allerdings nie Monokulturen, denn diese sind anfällig: Wenn in einer Monokultur eine Krankheit ausbricht, sind in der Regel alle Pflanzen betroffen. Weiterhin mangelt es an Vielfalt, um das System zu stabilisieren. Die Mais- und Sojawüsten sind kein gesunder Lebensraum für Wildtiere und selbst Insekten können relativ wenig mit Monokulturen anfangen.
Darüber hinaus kommen bei der Gemüseproduktion Herbizide, Pestizide, Insektizide und große Mengen synthetischen Düngers zum Einsatz, die allesamt eine schwere Belastung der Ökosysteme darstellen und direkt für den Tod von Tieren verantwortlich sind.was ist mit den Hunderten vergifteter Mäuse auf unseren Getreidefeldern? Anders als die für den Verzehr eingeplanten Tiere, sterben sie regelmäßig einen langsamen, schmerzhaften Tod. Weibchen lassen im Durchschnitt 5-6 Säuglinge zurück, die verhungern, verdursten oder Raubtieren zum Opfer fallen. Zur Statistik gehören auch die Millionen von Wildtieren (u.a. Rehkitze), die den Erntemaschinen zum Opfer fallen.

Veganismus bezieht sich in der Regel nur auf fühlende Wesen. Eine oft bequeme, jedoch willkürlich gezogene Grenze, um letztlich beispielsweise zu Heuschrecken als Nahrungsquelle greifen zu können – dies schließt freilich auch Milchsäurebakterien aus fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut ein. Doch woher kommt diese Gewissheit? Sind Spinnen und Insekten wirklich gefühllos und ohne Bewusstsein?
Die Produktion pflanzlicher Lebensmittel zerstört Ökosysteme, verschwendet Ressourcen, belastet die Umwelt und verursacht viel Tierleid. Ob sie nun besser oder schlechter als die Produktion tierischer Lebensmittel ist, sei dahingestellt. Statistikfans und -Verbieger mögen sich daran wund streiten, wobei die verfügbaren Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen. Es mag auch jeder entscheiden: Ist das Leid einer Maus weniger schlimm ist als das einer Kuh?


Quelle: Felix Olschewskis "Urgeschmack" Natürlich essen - gesund leben


zuletzt bearbeitet 16.09.2014 13:28 | nach oben springen

#9

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 07.07.2016 20:35
von Frank | 12 Beiträge

Ich sage nur Vegetaricher Fleisch-Salat da stimmt was nicht würde ich sagen
Gruß : Frank


Klug ist, wer nur die Hälfte von dem glaubt, was er hört. Noch klüger, wer erkennt, welche Hälfte die richtige ist.
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#10

RE: Stell dir vor...., Gedanken zu Vegetariern und Veganern!

in Diskussionen 07.07.2016 21:52
von PMetzner | 5 Beiträge

Ob und was da falsch läuft sei mal dahin gestellt. Fakt jedoch ist, dass der Absatz steigt. Und das spricht ja wohl für sich. Warum
Macht sich eigentlich jeder hier Gedanken über die Ernährung seiner Mitmenschen - aber keiner über die seiner "Lebensmittel"? GMO-Soja für jede Sau... Interessiert kein Schwein... Aber über Tofu, der übrigens (sicherlich nichts Neues) zu 95% aus europäischen Nicht-GMO-Sojaquellen stammt, zerreißen sich die Omnivoren Mitbürger das Ma.. - Pardon - den Mund.
Vielleicht ja einer der Gründe des sinkenden Absatzes von Fleisch-und Wurstwaren. Auch das spricht wohl für sich.

Und jetzt widmen wir uns doch lieber wieder den wichtigen Themen im Leben: Fußball und Bier (naturtrüb, GMO-frei, vegan)

Pflanzliche Grüße :)

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