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  • Techniker 2019Datum10.04.2019 11:12
    Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Hallo Julia, bzgl. der Vorbereitung erhältst Du sicherlich die verschiedensten Antworten. Ratsam wäre es, wenn Du direkt in der Schule nachfragst. Kommt ja schließlich zum Teil auch noch darauf an welche Fachrichtung Du gewählt hast. Einfach im Büro bei Frau Schöner oder Frau Knarr nachfragen welche Lehrkraft dir diesbezügliche Fragen (Fachbereich) beantworten kann. Verständliche Chemie von A. Arni ist, denke ich, immer noch aktuell.

    Grüße vom alten Mann

  • Forum aktivierenDatum13.06.2018 16:32
    Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Hallo Herr Altmann,

    Qualität entfaltet nur dann ihre ganze Kraft, wenn sie einhergeht mit Innovation, die darauf abzielt den Nutzen spürbar zu steigern. Und nein, ich bin kein Menschenhasser! Man muss diese Frage sozusagen binär lösen: Jeder gemäß seinem Potenzial oder nicht? Umgekehrt heißt das aber auch, dass man aus dem Einzelfall keine allgemein gültigen Gesetzmäßigkeiten ableiten kann: Nur, weil man ein (oder zwei, oder drei …) Beispiele bringt um zu provozieren, heißt das nicht, dass der Zusammenhang nicht stimmen würde. Der Zynismus der mir eigen ist, hat mich das Leben gelehrt, jedoch stellt dieser Zynismus wiederum keinen Humorersatz dar, sondern bezieht sich auf die offensichtlichen, teilweise täglichen Erlebnisse und Vorkommnisse (wie auch ihre Antwort). Mag sein, dass mich diesbezüglich nicht jeder verstehen will oder auch kann, was soll´s. Man muss diese Art nicht mögen, nein, dazu ist Gottes Tiergarten einfach zu groß und manche Tierarten vom Aussterben bedroht.
    Was Sie hier also pauschal als soziale Unfähigkeit oder dissoziale Persönlichkeitsstörung bezeichnen, würde weitere Charakteristiken wie z.B. das Missachten von gesellschaftlichen Normen und Gesetzen voraussetzen. Ihr sogenannter professioneller und sachlicher Umgangston ist gekennzeichnet von einem gewissen Maß an Selbstüberschätzung (oder haben Sie anschließend Psychologie studiert???)Wenn ein Leitbild also verbindlich Auskunft geben soll über den Auftrag (Mission), die strategischen Ziele (Visionen) und die wesentlichen Orientierungen für Art und Weise ihrer Umsetzung (Grundlagen, Werte) so überrascht es nicht, dass dieses Thema durchaus kontrovers betrachtet und ausgelegt werden kann.

    Mögen Sie ihre Meinung behalten, ich auch.

  • Forum aktivierenDatum30.04.2018 11:27
    Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Tja, kaum wartet man ca. 3 Wochen und schon passiert nix, keine Reaktion. Der r.m. Phase schließt sich nun also das Dry-aging an, sozusagen. Ich bin nicht unbedingt dafür bekannt mich beliebt zu machen, dafür halt ich zuwenig meinen Mund und gönne mir auch noch den Luxus einer eigenen Meinung. Das macht das Leben nicht immer einfach, doch im Leben (auch im Berufsleben) geht es ja nicht darum immer gute Karten zu haben, gefragt sind eigentlich diejenigen die auch mit einem schlechten Blatt ein gutes Spiel machen.
    Aber hier im Forum funktioniert ja nix. Hat denn von den aktuellen Schülern oder auch von denen die hier nur als Leser fungieren NIEMAND eine Meinung zu diesem Thema???? Und es geht ausschließlich um das Thema dieses Forum wieder zu aktivieren. Es werden ja Meinungen und Anregungen gewünscht um das Forum attraktiv zu machen und als aktive Plattform für alle zu nutzen. Es geht doch nicht um die Lösung aller Probleme auf der Welt.
    Unterschiedliche Meinungen können durchaus zielführender sein als einfach nur dem Mainstream zu folgen und keine Meinung zu haben. Aber wenn jemand eine andere Meinung äußert, kann und muss sich der Andere auch damit auseinandersetzen. Diese Form der Konflikterfahrung fehlt hier ja komplett.
    Um jetzt alle die keine Meinung haben oder äußern, damit hier ein Austausch stattfindet und evtl. Anregungen oder Gedanken zum Forum geäußert werden, hier mal wieder ein kleine Provokation!

    Wir nehmen jetzt mal alle das Köpfchen aus dem A.... des Vordermanns und bilden uns eine eigene Meinung, dass wäre doch mal eine komplett neue Erfahrung für Euch, oder.

    In diesem Sinne: Wenn du einen Freund suchst, der immer deiner Meinung ist, kauf dir einen Spiegel! Meine Meinung ist vielleicht nicht immer richtig, aber ich habe wenigstens eine! |addpics|kdl-3-4283.png|/addpics|

  • Forum aktivierenDatum03.04.2018 11:40
    Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Tja, leider verhallt der Aufruf an den allgemeinen Sanitätsdienst, trotz Defibrillator und Adrenalinspritze direkt ins Herz, scheinbar ungehört. Schade. Insbesondere wenn man bedenkt was die Schule versucht hat allen Absolventen mitzugeben (tja, auch mir, wenn ich auch für viele der jüngeren Absolventen wohl eher sowas wie ein Alien war).

    Nun steht also die LEMITEC wieder an, für viele eine Gelegenheit sich einfach mal auf Firmenkosten zu vergnügen, o.k.! Das löst nur leider nicht gewisse Probleme, vor denen nicht nur die Schule steht, sondern unsere komplette Branche! Kein Nachwuchs für die Branche bedeutet auch kein Nachwuchs für die Schule. Man darf die Probleme an der Schule, hinsichtlich fortbildungsfähiger Nachwuchs, nicht "nur" als ein Problem der Schule betrachten. Seit zwei Jahren suche ich nun wieder nach Auszubildenden denen man eine erstklassige Ausbildung angedeihen lassen kann, die fortbildungsfähig sind! Ergebnis? NULL!!!
    Ausbildungsmessen hin oder her: NULL!

    Nun zu dem Punkt der die HP betrifft. Ich persönlich sehe das als einen Schritt in die richtige Richtung, der allerdings auch konsequent zu Ende gegangen werden sollte! Die HP kann sicherlich noch ansprechender und vor allem informativer gestaltet werden. Man könnte z.B. die langjährigen Unterstützer der Schule mit einbinden. Verlinkungen von deren HP zur Schule (und umgekehrt) unter Einbeziehung der jeweiligen Beteiligung in die Projektarbeiten (nur mal so eine Idee). CSB, WEBER, MULTIVAC, HANDTMANN, SCHRÖTER aber auch Firmen wie WOLF, EKRO, PONNATH, KAUFLAND usw. sind Kooperationspartner, die genau wie alle anderen Partner auch, an einer erfolgreichen, sehr guten und langjährigen Zusammenarbeit, im Sinne der zukünftigen Entwicklung unserer Branche interessiert sind.

    Plattformen wie LINKEDIN, auf denen ich zumindest versuche insbesondere die Aktivitäten der Schule einer breiteren Interessengruppe nahe zu bringen, scheinen mir eh besser geeignet als z.B. FRATZENBOOK oder Blogs die, mehr oder weniger, nur "EINGEWEIHTEN" vorbehalten sind. Macht den/die alten Ma(ä)nn(er) platt, oder versucht es doch zumindest mal. Ihr seit doch angeblich jung, dynamisch und voller Idee, dann zeigt es doch auch mal!

    Diese Provokation soll eine Herausforderung für alle sein: Der richtige Reiz zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle.

    Mit freundlichem Gruß



    Rüdiger Müller
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  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Einige Veganer und Vegetarier betreiben ihre Ernährung wie eine Art Religion und sie fühlen sich persönlich angegriffen, gar in ihrer Existenz bedroht, wenn jemand Mängel in ihrem "Glaubenssystem" aufzeigt. In der Folge reagieren sie defensiv, oft aggressiv. Das ist menschlich. Ich vergebe ihnen allen, denn sie wissen nicht was sie tun.

    Denn eines ist gewiss, der Konsument regelt was, wie und mit welchem Aufwand und Kollateralschäden für die umwelt produziert wird!

    Es ist kaum bestreitbar, dass die industrielle Fleischproduktion der Umwelt schadet und ineffizient mit Ressourcen umgeht, also nicht nachhaltig ist. Außer Frage steht auch, dass sie viel Leid verursacht, wenn – meist aufgrund des Preisdrucks – zum Beispiel die Sorgfalt bei der Schlachtung leidet.

    Aber der Anbau von Pflanzen ist doch viel besser für die Natur. Und töten muss man dabei auch niemanden. Oder?

    Der größte Irrtum vieler Vegetarier und Veganer ist, dass für ihre Ernährung niemand sterben müsse. Bei konsequenter Umsetzung ist sicher richtig, dass für Veganismus kein Stück eines getöteten Tieres auf dem Teller landet. Dies lässt jedoch die Kollateralschäden der Pflanzenproduktion außer Acht. Und diese sind teils 25 mal höher als bei der Produktion von [b]Weidefleisch[/b].
    Pro kg nutzbaren Proteins aus Getreide werden hier unter Umständen 25 mal mehr fühlende Wesen getötet als durch nachhaltige Fleischproduktion. Mehr noch: Auch die Umwelt kann stärker unter der Pflanzenproduktion leiden.Da die größte Kritik der konventionellen Fleischerzeugung zukommt, schauen wir uns das verbreitete, das konventionelle Modell der Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel an: Wie wird Soja, die gern und meist genannte Alternative zu Fleisch, angebaut? In Monokulturen. Das betrifft übrigens nich nur Soja, sondern sondern praktisch alle konventionellen Pflanzenanbausysteme: Es sind Monokulturen, denn anders lässt sich kaum effizient arbeiten. Auch Gemüse bauen wir in Monokulturen an. Selbst der Einsatz von Fruchtfolgen ändert nichts an der Tatsache, dass es sich wenigstens temporär um Monokulturen handelt. Für diese werden in der Regel bestehende Ökosysteme beseitigt, Grünland umgebrochen und in Acker verwandelt. Grünland ist jedoch ein natürliches Ökosystem und Heimat vieler vielfältiger Tier- und Pflanzenspezies, die so durch den Acker ihren Lebensraum verlieren.

    Monokultur bedeutet, dass hektarweise immer ein und dieselbe Pflanze wächst, um bei der Pflege und der Ernte den Größenvorteil nutzen zu können. Gesunde Ökosysteme sind allerdings nie Monokulturen, denn diese sind anfällig: Wenn in einer Monokultur eine Krankheit ausbricht, sind in der Regel alle Pflanzen betroffen. Weiterhin mangelt es an Vielfalt, um das System zu stabilisieren. Die Mais- und Sojawüsten sind kein gesunder Lebensraum für Wildtiere und selbst Insekten können relativ wenig mit Monokulturen anfangen.
    Darüber hinaus kommen bei der Gemüseproduktion Herbizide, Pestizide, Insektizide und große Mengen synthetischen Düngers zum Einsatz, die allesamt eine schwere Belastung der Ökosysteme darstellen und direkt für den Tod von Tieren verantwortlich sind.was ist mit den Hunderten vergifteter Mäuse auf unseren Getreidefeldern? Anders als die für den Verzehr eingeplanten Tiere, sterben sie regelmäßig einen langsamen, schmerzhaften Tod. Weibchen lassen im Durchschnitt 5-6 Säuglinge zurück, die verhungern, verdursten oder Raubtieren zum Opfer fallen. Zur Statistik gehören auch die Millionen von Wildtieren (u.a. Rehkitze), die den Erntemaschinen zum Opfer fallen.

    Veganismus bezieht sich in der Regel nur auf fühlende Wesen. Eine oft bequeme, jedoch willkürlich gezogene Grenze, um letztlich beispielsweise zu Heuschrecken als Nahrungsquelle greifen zu können – dies schließt freilich auch Milchsäurebakterien aus fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut ein. Doch woher kommt diese Gewissheit? Sind Spinnen und Insekten wirklich gefühllos und ohne Bewusstsein?
    Die Produktion pflanzlicher Lebensmittel zerstört Ökosysteme, verschwendet Ressourcen, belastet die Umwelt und verursacht viel Tierleid. Ob sie nun besser oder schlechter als die Produktion tierischer Lebensmittel ist, sei dahingestellt. Statistikfans und -Verbieger mögen sich daran wund streiten, wobei die verfügbaren Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen. Es mag auch jeder entscheiden: Ist das Leid einer Maus weniger schlimm ist als das einer Kuh?


    Quelle: Felix Olschewskis "Urgeschmack" Natürlich essen - gesund leben

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Hallo Herr Metzner,

    selbstverständlich habe ich die Info´s meiner letzten Antwort von diversen Quellen zusammengetragen und dann zusammengestellt. Das heißt, ich habe mich mit der, in meinen Augen, abstraktesten Art der Ernährung auseinandergesetzt. Diese nachgewiesenermaßen unnatürliche Art der Ernährung gestehe ich doch gerne jedem zu. Dann bleibt doch mehr Fleisch für uns, die wir dieses äußerst hochwertige, natürliche und mehr als wohlschmeckende biologische Lebensmittelseine lieben, schätzen und geniessen können.

    Es kommt eher darauf an, was man lesen kann oder will, als darauf, was der andere schreibt. Manche verstehen mehr, manche weniger
    und wieder andere verstehen Dinge schlichtweg falsch oder haben nicht den nötigen Humor um es zu verstehen.

    Pflanzen sind Lebewesen, die sich lediglich durch den Aufbau ihrer Zellen und durch ihre Ernährungsweise von Tieren unterscheiden. Dürfen Vegetarier und Veganer dann eigentlich überhaupt Pflanzen essen?

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Ja, ich out mich jetzt und hier! Ich esse Fleisch und das sehr gerne! Ich bin bekennender Fleischfresser! Wie sagt man doch so schön: “Ich habe mich doch nicht an die Spitze der Nahrungskette gestellt, um danach Salat zu futtern” (dieser Satz wird bestimmt wieder Kritik hervorrufen).
    Erzählt Veganern und Vegetariern doch mal(vielleicht bei Gründung einer “Christlichen Soja Union”?) von abendlichen Essenseinladungen und Metzgereibesuchen, wenn sie nach ausgebrannter Ruine schmeckende Fake-Landjäger probiert haben und dann doch voller Scham und Gier eine Leberkässemmel verschlingen! Mögen diese, Bio-, vegetarische, vegane Kost verschlingenden "Ökoterroristen" dies für die gesündere Ernährung für den Esser und die Welt halten: Einen besseren Menschen macht der Verzehr von Pflanzlichem noch lange nicht aus ihnen (auch wenn viele Veganer/Vegetarier das zu glauben scheinen).

    Es gibt Nährstoffe, die wir nur durch die Aufnahme pflanzlicher Nahrung zuführen können (beispielsweise Vitamin C), und es gibt andere Nährstoffe, die nur in tierischer Nahrung zu finden sind.
    Vitmanin B12 ist wasserlöslich und wird von jeder Zelle des Körpers benötigt, um überhaupt funktionieren zu können. Es ist besonders wichtig für die Blutbildung und die Gehirnfunktionen. B12 ist bis auf wenige Ausnahmen (manche Algenarten, zum Beispiel) AUSSCHLIESSLICH in tierischen Produkten zu finden.
    Eine Studie belegt beispielsweise, dass sage und schreibe 92 Prozent aller Veganer Vitamin B12-Mängel aufweisen.
    B12 ist aber nur einer von vielen wichtigen Nährstoffen, die ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln gefunden werden können:
    Tierisches Protein enthält alle essentiellen Aminosäuren, in der genau richtigen Mischung. Eiweiß ist wichtig für die Ausbildung von Muskeln und Knochen. Veganer bekommen überhaupt kein tierisches Protein, und das wirkt sich negativ auf ihre Körperzusammensetzung aus.
    Häufig ist eine Unterversorgung mit Jod festzustellen, wenn dann nicht wenigstens jodiertes Speisesalz verwendet wird, fehlt Jod als essentielles Spurenelement zur Bildung der Schilddrüsenhormone in unserem Körper, es kann zu Antriebslosigkeit sowie erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten kommen.
    Auch die Deckung des Eisenbedarfs gestaltet sich problematisch, weil auf die wichtigsten Eisenlieferanten Kalbs-, Schweine-, Rindfleisch und Leber verzichtet wird. Getreide, Vollkorn- und Sojaprodukte, Mais, Reis, Nüsse sowie andere pflanzliche Produkte sind trotz ihres hohen Eisengehaltes schlechtere Eisenlieferanten, weil die Ausnutzung dieses Spurenelements durch den hohen Phytingehalt in ihnen herabgesetzt wird. Phytinsäure bzw. Phytate bilden mit Eisen einen nicht resorbierbaren Komplex und hemmen infolge dessen die Eisenaufnahme.
    Es gibt Nährstoffe, die wir nur durch die Aufnahme pflanzlicher Nahrung zuführen können (beispielsweise Vitamin C), und es gibt andere Nährstoffe, die nur in tierischer Nahrung zu finden sind.
    Vitmanin B12 ist wasserlöslich und wird von jeder Zelle des Körpers benötigt, um überhaupt funktionieren zu können. Es ist besonders wichtig für die Blutbildung und die Gehirnfunktionen. B12 ist bis auf wenige Ausnahmen (manche Algenarten, zum Beispiel) AUSSCHLIESSLICH in tierischen Produkten zu finden.
    Eine Studie belegt beispielsweise, dass sage und schreibe 92 Prozent aller Veganer Vitamin B12-Mängel aufweisen.
    B12 ist aber nur einer von vielen wichtigen Nährstoffen, die ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln gefunden werden können:
    Tierisches Protein enthält alle essentiellen Aminosäuren, in der genau richtigen Mischung. Eiweiß ist wichtig für die Ausbildung von Muskeln und Knochen. Veganer bekommen überhaupt kein tierisches Protein, und das wirkt sich negativ auf ihre Körperzusammensetzung aus.

    Kreatin ist wichtig für die Rekrutierung von Muskelkraft, eine Art Energiespeicher des Körpers. Studien belegen, daß Veganer Kreatin-Defizite haben, was sich negativ auf ihre Muskel- und Gehirnfunktion auswirkt.
    Carnosin schützt vor verschiedenen Verschleißprozessen im Körper und steht auch im Verdacht, gegen die Alterung zu schützen. Es ist ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln zu finden .
    Docosahexaensäure ist die aktivste Form der Omega 3-Fettsäuren im Körper und findet sich hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln. Die pflanzliche Form der Docosahexaensäure, ALA genannt, wird nur unzureichend in Docosahexaensäure umgewandelt.
    Und was wäre der Reigen der von Vegetariern und Veganern verteufelten Nahrungsmittel ohne gesättigte Fettsäuren und Cholesterin?
    Cholesterin ist in jeder Zelle zu finden, genauer gesagt, in der Zellmembran. Es ist außerdem entscheidend wichtig für die körpereigene Produktion von Testosteron und anderen steroidalen Hormonen. Studien haben gezeigt, daß die Einname von gestättigten Fettsäuren mit erhöhten Testosteronspiegeln korreliert.
    Es ist also keine wirkliche Überraschung, daß Veganer und Vegetarier viel niedrigere Testosteronspiegel haben als Fleischesser.


    Genug also von der radikalen Meinung, „gesund ernähren“ heißt dem Fleisch entsagen und die Sättigungsbeilage zum Hauptgericht zu machen. „Gesund“ sehe ich in diesem Zusammenhang als Mythos an.

    Mit freundlichen Grüßen - kind regards - bien cordialement

    R. Müller

  • Meisterbriefe als DiplomDatum28.04.2014 12:30
    Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Meister = Bachelor?
    DQR steht für Deutscher Qualifikationsrahmen. Das klingt sperrig, spröde und nach staubtrockener Bürokratie. Aber die Sache hat es durchaus in sich. Das dahinter stehende System wird nämlich schon bald künftige Berufs- und Erwerbsbiografien beeinflussen – auch die von Studierenden. Es wird vielleicht auch manchen von den Hochschulen fernhalten, weil sich ein Studium am Ende nicht mehr auszahlen könnte.
    Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) war voll der Freude: "Nach meiner persönlichen Einschätzung wird die Entscheidung, Meister dem gleichen Niveau zuzuordnen wie den Bachelor, die größte bildungspolitische Wirkung haben." Was will sie damit sagen?

    Das ist doch ein Verbrechen am (gesunden) menschlichen Verstand, der hier betrieben wird, dass müssen doch selbst die Handwerksmeister zugeben. Meiner Meinung nach ist das eine Verwässerung des Systems. Der Meister ist in vielen Fällen eine, de facto, erkaufte Qualifikation die in Vollzeit binnen 8 Wochen erworben werden kann (da fällt kein Mensch durch, da der Schüler oder sein Chef viel Geld auf den Tisch gelegt hat). Die Technikerausbildung dauert 2 Jahre (ca. 2400 Unterrichtsstunden) und ein reguläres Studium dauert minimal 3 Jahre.Ich habe meinen Handwerksmeistertitel zwar nicht gekauft, sprich an einer privaten Meisterschule gemacht, aber ich durfte auch die Ausbildung in Kulmbach absolvieren. Ich darf also den Unterschied zwischen diesen beiden Ausbildungen mit Sicherheit beurteilen, und dieses Urteil ist eindeutig pro Technikerausbildung. Ausserdem ist ein Techniker oder Meister leistungstechnisch ja wohl kaum

    Wer immer noch glaubt der Meister sei heutzutage eine ernsthafte Weiterbildung, soll sich einmal deren Lehrpläne ansehen. Da stehen dann Fächer wie z.B. "Bratenplatte dekorieren " oder ähnlich ambitionierte Anforderungen in den jeweiligen Prüfungsteilen vieler Handwerksberufe, besonders im Lebensmittelbereich. Bei der abzulegenden "praktischen Prüfung", wird das Niveau eines gut ausgebildeten Lehrlings gefordert. Ich für meinen Teil, musste mich darauf nicht vorbereiten. Ich habe es jedoch geschafft, zwei Fleischereifachverkäuferinnen die begleitend zur Technikerausbildung ihre Meisterprüfung abgelegt haben, mit 6-8 "Übungseinheiten" die Fertigkeiten für die "Zerlegung eines Hinterviertels mit ladenfertigem Zuschnitt" beizubringen. Beide haben diese Prüfung mit der Note "gut" absolviert!" Wer also die verschiedenen Qualifikationen vergleicht und zu dem Entschluss kommt der Meister wäre einem Hochschulabschluss gleichzustellen, kann nicht ganz bei Verstand sein! Oder wollen Sie (überspitzt gesagt) statt vom Chirurgen am Ende vom Metzgermeister operiert werden?

    Die DQR-Niveaus: 1 und 2 entspricht die "Berufsausbildungsvorbereitung", auf den Stufen 3 und 4 folgen eine zwei- bzw. dreijährige "berufliche Erstausbildung", auf Level 5 landen Fortbildungen, "die vergleichbar sind mit dem IT-Spezialisten", die 6 erreichen der "Bachelor, der Meister, der Fachwirt und die Fachschulabschlüsse wie Techniker", auf die 7 schaffen es der "Master und der Strategische Professional (IT)", und die 8 gibt es nach erfolgreicher Promotion.

  • Meisterbriefe als DiplomDatum07.04.2014 08:52
    Thema von RüMüllerFT34 im Forum Diskussionen

    04.04.2014 fleischwirtschaft.de – FRANKFURT.
    Auf der oben genannten Seite wurde am 04.04.2014 folgender Artikel zur Einstufung des Meisterbriefes veröffentlicht:
    Die berufliche und akademische Bildung ist mittlerweile gleichwertig. Meisterbriefe enthalten fortan den Hinweis, dass der Abschluss im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen (DQR/EQR) dem Niveau 6 entspricht. Dieser Stufe ist auch der Bachelor zugeordnet.

    Wenn also der Meisterbrief nun dem Bachelor gleichgestellt wird, von der Einstufung in Niveau 6 her, stellt sich mir nun die Frage, wo ist denn bitte der Lebensmittelverarbeitungstechniker, respektive der Fleischereitechniker einzuordnen? Für eine Einstufung als Master dürfte es nicht ausreichen, klar. Wenn aber nun der Meister dem Techniker sozusagen "gleichgestellt" ist, ich sage nur Niveau 6, dann ist doch da irgendetwas schiefgelaufen. Zwischen Bachelor und Master gibt es nichts. Für den einen Grad (Master)reichts nicht und für den anderen (Bachelor) kann fast jeder in 8 Wochen (Frankfurt/ Landshut) erreichen. Es mag manch einem Handwerksmeister gefallen, ja schmeicheln, dem Bachelor gleichgestellt zu werden. Doch wenn das Niveau nun also nach unten angepasst wird, konterkariert das ja eigentlich in jeglicher Form das Ausbildungsniveau das der Technikerausbildung zugrunde liegt. Auch in vielen Stellenanzeigen ist immer wieder zu lesen: Fleischermeister oder alternativ Fleischereitechniker gesucht.
    Gut viele Stellensuchende tangiert das nicht, da sie beide Qualifikationen aufweisen. Wenn jemand allerdings "nur" Techniker ist, also nur eine Alternative, na dann aber danke.
    Ich persönlich finde diese Gleichstellung absolut nicht in Ordnung. Ich habe beide Ausbildungen kennenlernen dürfen, mein Meisterkurs dauerte 13 Wochen damals. In der Nachschau betrachtet, waren diese 13 Wochen locker zu absolvieren, ebenso die Prüfung. Wenn ich die Zeit in Kulmbach Revue passieren lasse, so war das eine ganz andere Dimension. Die Ausbildungsinhalte und das Ausbildungsniveau, ebenso wie das praxisrelevante Praktikum vermitteln für viele dringend notwendige Einblicke "in das Leben da draussen". Das ist was anderes als eine Platte legen, eine Aufschnitt- und eine Salamisorte produzieren und fertig. Auch das Prüfungsniveau übersteigt bei weitem das einer Meisterausbildung.

    Es handelt sich also um zwei Paar Schuhe, einmal Deichmann, einmal Maßanfertigung, die jedoch von der Einstufung her keinerlei Unterscheidung erfahren. Mmmmmh, dass sollte zu denken geben.

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 10/2014

    Mindestlohn trifft alle


    Gesetzentwurf zur Änderung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes steht


    fleischwirtschaft.de – BERLIN.


    Ab 1. Juli 2014 gilt in der Fleischindustrie ein Mindestlohn von 7,75 Euro. Foto: jus
    Der Mindestlohntarifvertrag für die Fleischindustrie, auf den sich Arbeitgeber und Gewerkschaft im Januar verständigt haben, soll per Gesetz für alle Unternehmen und Beschäftigten allgemeinverbindlich erklärt werden.

    Diesem Ziel dient der Entwurf zur Änderung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, den das Bundeskabinett jetzt beschlossen hat. Mit der Gesetzesänderung soll der Sektor „Schlachten und Fleischverarbeitung“ als neunte Branche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufgenommen werden.

    Die Neuregelung soll bis Juli 2014 in Kraft treten. Danach kann das Verfahren zum Erlass der entsprechenden Mindestlohnverordnung beginnen. Der Branchenmindestlohn wird mit dem Inkrafttreten der Verordnung dann auch für Arbeitgeber mit Sitz im Ausland und ihre nach Deutschland entsandten Arbeitnehmer gelten.

    Der Wirtschaftszweig Schlachten und Fleischverarbeitung zählte im ersten Halbjahr 2013 etwa 82.500 Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 50 Arbeitnehmern.

    Der von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und dem Bundesverband der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss ausgehandelte Mindestlohntarifvertrag sieht ab 1. Juli 2014 einen Stundenlohn von mindestens 7,75 Euro vor. Am 1. Dezember dieses Jahres steigt er auf 8,00 Euro, am 1. Oktober 2015 auf 8,60 Euro und am 1. Dezember 2016 auf 8,75 Euro. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2017.

  • Umstellung IFS ZertifizierungDatum03.03.2014 15:33
    Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Hallo Thorsten, dazu muss man wissen, dass die Teilnahme am IFS-Programm „unangekündigter IFS Food Check“ auf freiwilliger Basis erfolgt. Alle Infos dazu findest Du, oder auch jeder Andere den es interessiert unter: http://www.ifs-certification.com/index.p...-food-checks-de

    Ab dem 7. Januar 2014 bietet die IFS Management GmbH das IFS Programm „unangekündigte IFS Food Checks“ an.

    Das Ziel des unangekündigten IFS Food Checks ist es, zu überprüfen, ob ein lebensmittelherstellendes Unternehmen die im IFS Food Audit auditierten Prozesse im täglichen Betriebsablauf einhält und somit die Lebensmittelsicherheit und –qualität kontinuierlich gewährleistet.

    Der IFS Food Check wird ohne Ankündigung und ohne Vorbereitungszeit seitens der Unternehmen durchgeführt und dauert maximal einen Audittag.

    Grundlage des unangekündigten IFS Food Checks bildet eine Checkliste mit 90 Kriterien, die aus dem IFS Food Standard Version 6 ausgewählt worden sind. Diese Checkliste dient dem Auditor als Guideline. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Überprüfung der IFS Food Standardanforderungen, die sich insbesondere auf die Vorgaben zur Implementierung von HACCP und zur Gewährleistung der allgemeinen Hygiene und Schädlingsprophylaxe beziehen. Die Dokumentenprüfung wird auf das Notwendigste beschränkt.

    Die Teilnahme am IFS-Programm „unangekündigter IFS Food Check“ erfolgt auf freiwilliger Basis. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen entweder ein gültiges IFS Food Zertifikat vorweisen kann oder zeitgleich mit der Beauftragung des unangekündigten IFS Food Checks ebenfalls einen Auftrag zur Durchführung eines IFS Food Audits an eine Zertifizierungsstelle erteilt hat.

    Der unangekündigte IFS Food Check wird von der IFS Management GmbH geplant, durchgeführt und bewertet. Die Durchführung erfolgt unabhängig von der für das angekündigte IFS Food Audit verantwortlichen Zertifizierungsstelle. Auditoren, die die unangekündigten IFS Food Checks durchführen, werden von der IFS Management GmbH beauftragt. Der IFS Food Check kann bestanden oder nicht bestanden werden. Eine weitere Differenzierung wird es nicht geben, und somit keine A,B,C,D, Major, KO Bewertungen.

    Ein erfolgreich durchgeführter IFS Food Check ermöglicht den Unternehmen das stetige Erfüllen der IFS Food Standard-Anforderungen in der alltäglichen Produktionsroutine zu demonstrieren.

    Aktuelle Informationen zum Programm sowie das Auftragsformular finden Sie in der rechten Spalte zum Download.

    Ein Manntag für die Durchführung eines IFS Food Check wird mit 1.500,-- EURO zuzüglich der gesetzlich gültigen Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt. Das bedeutet, dass zwei Manntage in Rechnung gestellt werden, wenn der IFS Food Check von zwei Auditoren durchgeführt wird. Der Einsatz von 2 Auditoren erfolgt, wenn die kalkulierte Auditzeit für das reguläre angekündigte IFS Food Audit ≥ 36 Stunden beträgt und/ oder eine Anzahl von 500 Mitarbeitern je Produktionsstandort überschritten wird.

    Mit besten Grüßen, Rüdiger

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    04.12.2013

    Fleischwarenindustrie legt Bericht vor



    Der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF) hat jetzt seinen Geschäftsbericht 2012/2013 vorgelegt.

    Der vollständige Bericht steht auf der Webseite des BVDF zum Download bereit.
    Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 49/2013

    Die Ernährungswirtschaft unterliegt der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung nur sehr
    eingeschränkt. Für die Unternehmen der deutschen Fleischwarenindustrie war das vergangene
    Jahr erneut schwierig. Die deutlichen Preissteigerungen für Fleisch, aber auch die
    hohen Kosten für Energie und Verpackungsmaterial, konnten oft nur verzögert und häufig
    nicht in der erforderlichen Höhe an die Kunden weitergegeben werden. Zudem führten die
    gestiegenen Preise für Fleisch und Fleischerzeugnisse europaweit zu einem leichten Rückgang
    der Einkaufsmengen. Die privaten Haushalte gaben durchschnittlich 5,5 % mehr für
    Fleischerzeugnisse aus als im Jahr zuvor. Parallel ging die Einkaufsmenge um 2,7 % zurück.Dieser Rückgang unterstreicht die hohe Preissensibilität der Verbraucher zum Zeitpunkt
    der Einkaufsentscheidung[/b[b]], auch wenn der Stellenwert der Preise im Rahmen von Verbraucherbefragungen
    oft anders dargestellt wird.


    Zunehmende Konzentration der Märkte
    Die Fleischwarenindustrie befindet sich in einer Sandwichposition zwischen den sich zunehmend
    konzentrierenden Beschaffungsmärkten und den wenigen Unternehmen des
    Lebensmitteleinzelhandels. Der Lebensmitteleinzelhandel erreichte im zurückliegenden
    Jahr 2012 einen Umsatz von 174 Milliarden Euro, die fünf großen Unternehmen kommen
    alleine auf einen Marktanteil von knapp 75 %. Dieser Einkaufsmacht steht die Fleischwarenindustrie
    gegenüber, die nach wie vor von zahlreichen mittelständischen Familienunternehmen
    geprägt ist.


    Sozialpolitische Diskussionen
    In den zurückliegenden Monaten waren Unternehmen der Fleischwirtschaft immer wieder
    Gegenstand der öffentlichen Diskussion, weil Medien über eine unzureichende Bezahlung
    von Werkvertragsarbeitnehmern vornehmlich aus Osteuropa berichtet hatten. Im
    Gegensatz zu den Schlachtbetrieben finden sich in den meisten Unternehmen der Fleischwarenindustrie
    dagegen tarifliche Regelungen und eine vergleichsweise geringere Anzahl
    von Zeit- und Werksvertragsarbeitnehmern. Trotzdem ist festzuhalten: Die Erledigung
    von Arbeiten im Rahmen von Werkverträgen ist gesetzlich klar geregelt und in sehr vielen
    Bereichen der deutschen Industrie wegen Produktionsschwankungen oder saisonalen Besonderheiten
    notwendig. Zudem wird es in vielen Regionen immer schwieriger, geeignete
    Mitarbeiter zu finden. Die in der Diskussion geforderte Einführung eines Mindestlohnes gestaltete
    sich auch deshalb als schwierig, weil eine Kontrolle der geleisteten Lohnzahlungen
    der Werkvertragsunternehmen an seine Mitarbeiter durch das deutsche Unternehmen
    rechtlich unzulässig ist. Erst nach der Zusicherung der Bundesregierung, diesen Punkt zu
    prüfen, fanden auf Initiative der besonders betroffenen Schlachtunternehmen Gespräche
    mit der Gewerkschaft über tarifliche Mindestlöhne statt.
    Grundsätzlich hat der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie die Aufnahme
    von Verhandlungen über einen tariflichen Mindestlohn deshalb begrüßt. Allerdings ist
    dabei auch anzumerken, dass insbesondere Unternehmen in den ostdeutschen Bundesländern
    wegen der oft niedrigen Produktivität und geringen Kaufkraft der Verbraucher die
    geforderten Mindestlöhne nicht werden zahlen können, ohne gleichzeitig die Zahl der Arbeitsplätze
    reduzieren zu müssen
    .

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    03.12.2013

    Niedrige Löhne schaden dem Image


    Kommentar von Renate Kühlcke

    Der Standort Deutschland zahlt sich für Schlachtbetriebe aus. Hier lässt sich das Verhältnis von Umsatz zu Arbeitskosten im Vergleich zu westlichen EU-Wettbewerbern konkurrenzlos optimieren. Ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit einer Branche, in der die Arbeitskosten mit rund 50 Prozent zu Buche schlagen.

    Was jeden Betriebswirtschaftler mit Stolz erfüllt, stürzt die Branche ins tiefe Imageloch. Die Medien beeindruckt eben nicht die dank moderner Technik erreichte hohe Produktivität der Unternehmen. Am Pranger stehen niedrige Löhne bis hin zum Sozialdumping. Die politische Ebene ist sensibilisiert, Beschwerden aus Belgien und Frankreich sind bei der EU-Kommission anhängig und die deutsche Politik in Erklärungsnot.

    Die jetzt auf Anforderung des Bundesernährungsministeriums vorgelegte Stellungnahme aus dem bundeseigenen Forschungsinstitut schwächt die Verhandlungsposition der Unternehmen in der sich gerade formierenden Tarifgemeinschaft. Dabei hat es die Branche satt, für ihre Werkverträge mit osteuropäischen Kolonnen regelmäßig als Ausbeuter vorgeführt zu werden. Der inzwischen auch politisch gewollte Mindestlohn oder ein Tarifvertrag sollen es richten – in knapp zwei Wochen wissen wir mehr.

    Das Thünen-Instituts für Marktanalyse in Braunschweig, hat ermittelt , wie hoch der Anteil der Personalkosten an der Bruttowertschöpfung (BWS) der Unternehmen ist.

    In Deutschland und den Niederlanden setzen die Unternehmen weniger als 60 Prozent der BWS für ihre Arbeitskräfte ein. In Dänemark, Belgien und Frankreich sind es zwischen 73 und 85 Prozent. Ein weiteres auffälliges Merkmal der deutschen Schlachtbranche ist, dass hier überdurchschnittlich viele Leiharbeiter eingesetzt werden.
    Die Frage, ob Deutschland als Lohnstandort genutzt wird, lässt sich statistisch nicht belegen. „Allerdings ist anzumerken, dass mehrere dänische Unternehmen Schlachtstandorte in Deutschland übernommen haben“, sagt Dr. Josef Efken vom Thünen-Institut für Marktanalyse. Die Vermutung liege nahe, dass die günstigen Arbeitskosten ein Grund für diese Entscheidung waren.

    Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 49/2013

  • Thema von RüMüllerFT34 im Forum Diskussionen

    Da ja, scheinbar,leider niemand Thematiken oder Problematiken hat, die man in diesem Forum diskutieren könnte, hau ich mal wieder in die Tasten.

    Stell dir vor, du müsstest immer nur Früchte essen! Ein grauenhafter Gedanke, einfach gruselig.

    Fleisch zu essen ist eine ureigene menschliche Angewohnheit. Die Frage, ob der Mensch ein Fleischfresser ist ein Dauer-Streitthema, jedoch nur für Vegetarier und Veganer. Diese argumentieren gern, dass die Anatomie des menschlichen Verdauungsapparates sowie das Fehlen von Reißzähnen und Klauen belegen, dass der Mensch ein geborener Pflanzenvertilger ist. So ein Schwachsinn! Wissenschaftliche Untersuchungen der Universität von Arkansas haben Bissspuren an Tierknochen gefunden, die sich bis zur Gattung Homo zurückverfolgen lassen, ein Urahn des modernen Menschen, der vor 2,5 Millionen Jahren gelebt hat. Auch der frühe Mensch stand also irgendwann vor der Wahl, Vegetarier oder Fleischesser zu werden. Die Entscheidung war relativ einfach, und so begann unser Urahn NATÜRLICH Fleisch zu essen. Im Laufe des 21. Jahrhunderts begann dann eine „Menschliche Splittergrupe“, man könnte sie auch „Vegetarisch/vegane Ökoterroristen“ nennen, das menschliche Ernährungsverhalten in Frage zu stellen.
    Das Motto schien und scheint zu lauten:„Was interessiert mich der Hunger in der Welt, rettet Schweine, Kühe, Schafe, Fische und Vögel“. Seltsamerweise kommen 99,9% der Mitglieder dieser menschlichen Splittergruppe aus wohlhabenden Ländern, in denen die Ernährung der Bevölkerung sicher gewährleistet ist. Das gibt mir jetzt aber schwer zu denken!
    Wollen Vegetarier und Veganer durch ihren Verzicht also lediglich mit den Ärmsten der Welt sympathisieren? Die Ärmsten der Welt würden sich über ein Stück Fleisch, vielleicht über eine Vegetarier/Veganer- Spendenaktion, sicherlich mehr freuen als über diese plakative Form von Sympathisantentum!
    Fleisch enthält nun mal viele Nährstoffe. Natürlich gibt es zahlreiche Studien, die nachweisen, dass zu viel Fleischgenuss krank machen kann. Das gilt aber im Prinzip für alle Lebensmittel, die man im Übermaß zu sich nimmt. Tatsache ist auch, dass moderater Fleischkonsum durchaus gesund ist. So enthält Fleisch die wertvollen Mineralstoffe Eisen und Zink. Kein Lebensmittel deckt den Eisenbedarf des Körpers so gut ab wie Fleisch. Eisen sorgt dafür, dass Sauerstoff zu den Zellen transportiert wird. Fleisch ist außerdem ein exzellenter Eiweißlieferant und das wichtige Vitamin B 12 kommt sogar ausschließlich in tierischen Produkten vor.
    Fleischessen ist darüber hinaus ein höchst sinnlicher Genuss. Es ist ein eigentlich banales Argument – aber Fleisch schmeckt und riecht einfach gut. Der unnachahmliche, einmalige, fantastische Geschmack und Geruch von Fleisch ist ein sinnliches Erlebnis: Grillduft im Sommer, Mutters Sonntagsbraten, eine herzhafte Brotzeit mit Wurst bei einer Bergtour. Das sind Erlebnisse, die kein Fleischesser missen möchte. Kein anderes Lebensmittel bietet so viele Geschmacksrichtungen und kann auf so unterschiedliche Arten zubereitet werden.
    Neben den vielen Nährstoffe hat Fleisch auch noch die hervorragende Eigenschaften, schnell und schmackhaft den Hunger einer Familie zu stillen.

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Um die Verantwortlichkeiten für schlechte Arbeitsverhältnisse und den Missbrauch von Werkverträgen mal zu klären:In der Fleischbranche wurde im Bereich Schlachtung und Zerlegung schon seit den siebziger Jahren keine Stammbelegschaft mehr eingesetzt. Die Aufträge wurden ganz legal an „Vermittler“ übergeben. Diese Vermittler, vermittelten den Unternehmen selbstständige Akkordmetzger. Die Aufträge wurden erfüllt, der Vermittler bekam sein Geld für die erledigten Aufträge vom Auftraggeber und erhielt den Verdienst für seine "Vermittlungstätigkeiten" von den selbstständigen Metzgern (i.d.R. 10%). Der Auftraggeber war zufrieden und hat sich die Kosten für Sozialabgaben, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld entledigt.. Die Akkordmetzger hatten ein relativ gutes Einkommen, und trugen die unternehmerische Verantwortung für die ihnen übertragenen Arbeiten, beinahe eine echte winwin Situation.1998 wurde den selbstständigen deutschen Ausbeinern, Zerlegern und Kopfschlächtern die sogenannte Scheinselbstständigkeit, weil angeblich illegal, zum Verhängnis. Der Weg, weg vom Selbstständigen, hin zu den meistens ausländischen Werkvertragsarbeitnehmern war geebnet. Nun vergibt also ein Schlachthof ein "Werk", etwa die Zerlegung von xxxxx Schweinen, an ein fremdes Unternehmen. Dieses Subunternehmen rekrutiert dann Arbeiter, mit denen es das "Werk" durchführt. Der Schlachthof kann danach nicht mehr über Löhne oder Unterbringung der oft osteuropäischen Arbeiter entscheiden. All das ist dann Sache des Werkvertragsunternehmens. Es sei hier aber bitte ausdrücklich darauf hingewiesen: Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um geltendes deutsches und EU-Recht! Ein jeder Politiker oder Gewerkschafter ruft öffentlichkeitswirksam:“ Das Krebsgeschwür Scheinwerkverträge muss grundsätzlich ausgemerzt und ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt werden, der dann auch für Werkverträge gilt, damit die Schlupflöcher für Lohndumping endlich in allen Branchen geschlossen werden!“
    Forderungen für die Öffentlichkeit! Laut Tarifarchiv des WSI (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-Böckler-Stiftung) waren z.B. 2012 in Ostdeutschland nur noch 48 und in Westdeutschland 60 Prozent der Beschäftigten tarifgebunden.
    Die deutsche Fleischindustrie nutzt die gebotenen, legalen Schlupflöcher, ebenso wie viele andere Sparten auch. Werften, Bauwirtschaft, Gemüseanbauer, Erntehelfer und und und………., und zwar solange dies legal und gesetzeskonform ist. Warum denn auch nicht? Gewerkschafter, Politiker und Angehörige der Kirchen geraten immer wieder mal ins Rampenlicht der Öffentlichkeit durch Ungesetzmäßigkeiten, Vorteilsnahme im Amt, Bestechung und anderer illegaler Vorwürfe.
    Politiker, Gewerkschafter, Wirtschaftsbeteiligte und auch ich müssen diese Vorgehensweise nicht billigen, Unternehmen sich nicht daran beteiligen, es ist und bleibt aktuell aber LEGAL!
    Die deutsche Fleischindustrie könnte entsprechend ja auch mal mutmaßen, dass die Franzosen und Belgier sich deshalb wegen der deutschen Niedriglöhne beschweren, weil sie Gründe dafür suchen, warum sie in ihrem Kompetenzbereich so schlecht sind. Der Grund für den Erfolg deutscher Schlachthöfe, im europäischen Vergleich, hat seine Gründe auch in der hohen Professionalisierung und Automatisierung, die größere Schlachtzahlen durch den Einsatz modernster Technik ermöglicht.
    Unterbezahlt ist und bleibt unsere Branche trotz alledem. Oder wie meine Frau sagt: "Hättest Du halt was gescheites gelernt!". Beim verfassen solcher Beiträge und der in unserer Branche gezahlten Löhne, bin ich oft geneigt ihr zuzustimmen.
    Aber, ich bin und bleibe gerne Metzger, mit Leib und Seele!

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Schlachtleistung ca. 600 Schweine die Stunde, mit rund 60 Werkvertragsnehmern bei einem Schlachtpreis pro Schwein von 1,06€ pro Stück!
    600x1,06=636€
    636/60 =10,6€/Std. davon gehen noch ca. 10% für den Werkvertragsnehmer weg, macht also 9,54€/Std., davon müssen natürlich noch die gesamten Sozialabgaben bestritten werden (Arbeitgeber + Arbeitnehmer)!
    Ach ja, für ihre Unterkünfte müssen die ja auch noch berappen und das nicht zu knapp, wenn man das mal auf die zur Verfügung stehenden qm umrechnet.
    Nein, ich bin grundsätzlich kein Befürworter dieser Auswirkungen des Schengener Abkommens. Personenfreizügigkeit, offene Grenzen, freie Handelszonen, vereinfachte Zollabwicklung, und und und, alles schön und gut. Aber wenn eine ganze Branche, die übrigens von erheblichen Nachwuchssorgen geplagt ist, sich noch nicht mal in der Lage sieht seine in Deutschland ausgebildeten "Facharbeiter" gerecht zu entlohnen, dann sollte doch mal Schluss sein mit diesem Dumpingwahnsinn!
    Gehen wir 50 Jahre zurück, da war der Berufsstand des Metzgers ein angesehener Handwerkesberuf, dem Inhaber einer Metzgerei wurde in den meisten Regionen mit Respekt begegnet, er war ein angesehenes Mitglied der Bürgerschaft! Und heute???
    Tragen wir dazu bei ein positives Image zu erhalten? Nein! Das Niveau der Auszubildenden galt noch nie als das Beste, doch der Wandel, der sich hier innerhalb der letzten 20 Jahre vollzogen hat, lässt mich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wen wundert es denn da noch, dass die Branche sich der Arbeiter aus Ungarn, Slowakei, Rumänien usw. bedient?
    "Gelernte" Metzger oder sogar angehende Fleischtechniker, die noch nicht mal die Teilstücke eines Rinderviertels erkennen! Leute, dafür braucht niemand sog. "Fachkräfte". Ich bin stolz auf meine Ausbildung und bedanke mich auch an dieser Stelle bei meinen Eltern und meinem Lehrmeister, die alle Metzger mit Leib und Seele waren und mir das entsprechend vermittelt und weitergegeben haben. Gott schütze das ehrbare Handwerk! Dürfen wir diesen alten Handwerksspruch heute überhaupt noch benutzen, bei dem Elend was da zum Großteil ausgebildet und auf die Kunden/Verbraucher losgelassen wird? In vielen Fällen sollte es vielleicht doch besser heißen: Gott schütze mich vor diesem Handwerker.
    Diese Erkenntnis ist in jedes Personalbüro vorgedrungen, woraus sich dann wiederum ein Lohnniveau für diese Facharbeiter ergibt, von dem man kaum leben kann. Auch die vielen da draussen die ihr Handwerk verstehen, müssen diese Zeche mitzahlen. Ich sehe eine gute Zukunft für Leute die ihr Handwerk verstehen und darauf aufbauen und sich fortbilden, und was die Reputation in der Fleischbranche angeht, am besten in Kulmbach. Auf lange Sicht betrachtet, hat unsere Branche ein RIESENPROBLEM, dass von Jahr zu Jahr größer wird. Und die meisten verschliessen die Augen davor und denken sich wohl: Geht schon, irgendwie! Irgendwie sind auch die Dinosaurier ausgestorben.

  • Thema von RüMüllerFT34 im Forum Diskussionen

    Quelle: Focus online; Dienstag, 22.10.2013, 17:54

    Französische Schlachthäuser im Kampf gegen Deutschland

    Jetzt geht’s um die Wurst: Frankreichs Industrieminister Arnaud Montebourg erzürnt sich über die deutsche Fleischindustrie. Er wirft den Betrieben Lohn-Dumping vor und greift damit in die deutsche Mindestlohn-Debatte ein.
    Neue Vorwürfe aus Frankreich befeuern die Mindestlohn-Debatte in Deutschland. Der französische Industrieminister Arnaud Montebourg hält dem Nachbarn vor, mit Lohn-Dumping die heimische Fleischindustrie in die Krise zu stürzen. „Die Frage der deutschen Löhne ist ein wirkliches Problem“, sagte er der Zeitung „Le Parisien“. „Lohnmäßigung ist schön, aber unfaires Lohndumping ist nicht akzeptabel.“

    Hintergrund ist eine Entlassungswelle in der französischen Fleischindustrie, die zu großen Teilen in der Bretagne sitzt. Dort geraten immer mehr Schlachtbetriebe in Bedrängnis. Sie beklagen sich darüber, dass sie ihren Beschäftigten einen Mindestlohn bezahlen müssen, während die deutsche Konkurrenz sich auf Arbeiter vor allem aus Bulgarien und Rumänien stütze, die mit Billiglöhnen abgespeist würden. Montebourg kritisierte: „Wenn unsere Schlachthäuser eines nach dem anderen schließen, dann liegt das auch daran, dass Deutschland Beschäftigte anwirbt, die 400 Euro im Monat bekommen.“
    Mindestbruttolohn in Frankreich ist 1430 Euro pro Monat
    Der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF) hingegen argumentiert, Frankreich bekomme nun die Auswirkungen seiner protektionistischen Politik für die Branche zu spüren. Diese sei nicht mehr wettbewerbsfähig und verliere deshalb Marktanteile, erklärte Thomas Vogelsang vom BVDF.

    In Frankreich liegt der Mindestbruttolohn einschließlich Sozialbeiträgen bei 1430 Euro im Monat. Basis ist eine 35-Stunden-Woche. In Deutschland ist der Mindestlohn ein wesentlicher Knackpunkt in den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD.
    Während die Sozialdemokraten eine gesetzliche und flächendeckende Lohnuntergrenze von 8,50 Euro die Stunde fordern, lehnen CDU und CSU Regelungen ab, die zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.
    Angela Merkel nennt Werkverträge „schamlos“
    Allerdings hatte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Missbrauch von Werkverträgen mit osteuropäischen Arbeitern als „schamlos“ gegeißelt. In der Kritik steht insbesondere die Fleischindustrie in Niedersachsen. Die dortige rot-grüne Landesregierung und das Bundesarbeitsministerium wollen gegen die angeprangerte Praxis vorgehen. Nach früheren Angaben der Gewerkschaft NGG erhalten die Arbeiter in den Schlachtbetrieben Stundenlöhne zwischen 2,50 und 3,50 Euro. Auch Belgien hatte sich bereits bei der EU über die deutschen Billiglöhne in der Schlachtindustrie beschwert.

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Sehr geehrter Herr Müller,

    ich war einige Tage nicht im Büro, deshalb antworte ich als zuständige Redakteurin Ihnen erst jetzt.


    Natürlich ist uns bekannt, dass der Handel massiv auf die Fleischproduzenten einwirkt und die Preise drückt. Nichtsdestotrotz sind wir bei unseren Recherchen auch auf Schlachtbetriebe gestoßen, die keine Discounter beliefern und dennoch Gehälter weit unterhalb jeglichen Mindestlohns bezahlen. Dies ist für uns ein Beleg, dass selbst höhere Fleischpreise im Handel nicht zwingend zu besseren Löhnen bei den Werkvertragsarbeitern führen.

    Aber vielleicht stehen Sie uns ja für ein neues Projekt mal als Interviewpartner zur Verfügung, um die Zusammenhänge mal schonungslos darzustellen?

    Darüber würden wir uns freuen!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Verena Formen-Mohr

    NDR Fernsehen
    Dokumentation & Reportage
    Hugh-Greene-Weg 1
    22529 Hamburg
    Tel.: +49 (0) 40 4156-4868
    Fax: +49 (0) 40 4156 7482
    e-mail: v.formen@ndr.de


    Von: Rüdiger Müller <R.Mueller@metzgerei-ott.de>
    An: "v.formen@ndr.de" <v.formen@ndr.de>
    Datum: 16.09.2013 11:44
    Betreff: AW: Lohnsklaven in Deutschland

    Sehr geehrte Frau Formen-Mohr,

    auch wenn Schlachtbetriebe (nicht direkt) an Discounter liefern, so unterliegen sie dennoch den (mit)durch die Discounter vorgegebenen Marktpreisen. Sie glauben doch nicht wirklich, dass sich ein Fleischgroßhändler diesen Marktvorgaben entziehen kann. Die Preisfindung findet statt, indem die Stammlieferanten kontaktiert werden und die EK-Preise für die kommende Woche verhandelt werden. Hier unterliegt sowohl der Fleischhandel als auch der Fleischwarenproduzent, hinsichtlich der Preisentwicklung, den Regularien der Schlachtviehmärkte, also Angebot und Nachfrage.

    Fleischwarenproduzenten sollen oder müssen jedoch dem LEH Preise für 6 Monate bis zu einem Jahr garantieren, respektive werden diese vom LEH vorgegebenen Preise vertraglich festgelegt. Andere Firmen, z. B. SUBWAY, lassen sich die Preise während der Preisgespräche gleich mal für ein ganzes Jahr festschreiben.
    Da jedoch in der gesamten Branche ein permanenter Verdrängungswettbewerb stattfindet, ja stattfinden muss sogar, kommt es zu derartigen Missständen, die den sog. „mündigen Verbraucher“ im Rahmen eines derartigen Fernsehbeitrages entsetzen, am nächsten Tag beim Einkauf ist dieses Entsetzen verschwunden und vergessen. Beim Geld hört das Entsetzen des „mündigen Verbrauchers“ dann aber auf! Und so freut er sich bei seinem Einkauf weiterhin über hochwertige Fleisch- und Wurstwaren zu Preisen wie vor 40-50 Jahren und die „Lohnsklaven“ sind ihm egal, Hauptsache viel Fleisch und Wurst für möglichst wenig Geld. Tja, man muss ja schließlich Prioritäten setzen, seien sie auch mit einer doppelten Moral ausgestattet.

    Ich würde Ihnen jederzeit Rede und Antwort stehen, im Interview, am Telefon oder wo und wie auch immer Sie sich das vorstellen und ich mir einrichten kann.

    ________________________________________


    Sehr geehrter Herr Müller,

    darf ich Ihre Mail an den Autoren Michael Nieberg weiterleiten? Er wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen. Er recherchiert gerade für ein Nachfolgeprojekt.

    Beste Grüße,

    Verena Formen-Mohr


    Sehr geehrte Frau Formen-Mohr,

    dass dürfen Sie selbstverständlich gerne machen. Damit Herr Nieberg sich ein wenig vorbereiten kann und auch sieht, dass ich nicht nur e-Mails an ARD und NDR sende, sondern diese Thematik auch in Fachkreisen zur Diskussion stelle, habe ich den folgenden Link hinzugefügt.
    www.lemitec.de
    Staatliche Fachschule für Lebensmitteltechnik Kulmbach


    Willkommen im Billiglohnland Deutschland!
    Erstellt 25.06.2013 11:24 von RüMüllerFT34

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    Gesendet: Mi 07.08.2013 12:41

    An: 'info@daserste.de'

    zu. Hd. Herrn Putz

    "Lohnsklaven in Deutschland" (Mo, 24.6., 2013/ 22:45 Uhr)

    Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,

    in dem von der ARD ausgestrahlten TV-Beitrag erhebt der NDR gegenüber der Fleischindustrie den Vorwurf der modernen Sklaverei. Titel des Beitrags: „Lohnsklaven in Deutschland".

    Gestern nun (06.08.2013) veröffentlichte die Allgemeine Fleischer Zeitung die Daten einer EU – Studie (siehe unten) in der ganz klar belegt wird, dass für den Kunden, egal ob Endverbraucher oder LEH, der Preis das wichtigste und letztendlich kaufentscheidende Kriterium ist und bleibt!
    Damit lebt unsere Branche schon viele Jahre, und viele Betriebe werden aufgrund dessen auch weiterhin am Billiglohnprinzip festhalten müssen. Die Anforderungen an alle lebensmittelproduzierenden Betriebe werden immer höher geschraubt, nicht nur von Seiten der EU- Gesetzgebung, sondern auch und gerade von Seiten des LEH! Auf der anderen Seite wird auch eine mögliche Listung oder Belieferung von den Preiskonditionen abhängig gemacht. Schwankungen oder massive Erhöhungen der Rohstoffpreise soll allein der Produzent tragen.
    Ein Beispiel gefällig? Schafft man es, aufgrund der Rohstoffpreissituation eine notwendige Preisanpassung durchzubringen (10ct/Kg!!!), erfolgte, in diesem konkreten Beispiel, von Seiten des LEH umgehend auch eine Preisanpassung, in Höhe von 2€/Kg!!!!!
    Man muss ja schließlich die gestiegenen Einkaufspreise kompensieren!
    Ist wirklich noch jemand der Meinung, der böse Lebensmittelproduzent, verdient ja soooooo viel Geld an seiner Ware? Das heulende Elend könnte einem kommen, angesichts dieser Situation. Wir verarbeiten einen ernährungsphysiologisch hochwertigen, biologischen Rohstoff, der in der öffentlichen Wahrnehmung „einfach billig und immer da ist“.
    Es ist doch traurige Tatsache, dass ein Teil der heutigen Jugend schon zu glauben scheint, dass Fleisch- und Wurstwaren in MAP-Verpackungen wachsen! Welcher personalintensive Aufwand von Seiten der Produzenten heutzutage betrieben wird und werden muss, interessiert NIEMANDEN, am allerwenigsten den sogenannten „mündigen Verbraucher“! Hauptsache BILLIG und das um jeden Preis. Bei Lebensmitteln herrscht nach wie vor eine „Geiz ist geil“ Mentalität.

    Wenn sie diese Thematik mal wieder „beleben und diskutieren“ wollen, wäre es sicher angebracht, nicht einen Herrn Wagner als BFF- Präsidenten zum Gesprächspartner zu wählen. Bei den Aussagen, die Herr Wagner getätigt hat, ging es lediglich um „political correctness“, also darum mit vielen Worten nichts zu sagen (man ist ja im Fernsehen)! Hohle Phrasen, keine Linie, keine Meinung, nur nicht irgendwo anecken, VORSICHT!
    Es gäbe vieles, was zu diesem Thema gesagt werden könnte! Beispiele?

    1. Wie stellt sich denn z.B. das (Aus)Bildungsniveau dieser sog. Billigarbeiter dar?
    2. Ausländeranteil in diesem Bereich/Sprachbarriere?
    3. EU Personenfreizügigkeitsregelung (wie wäre es denn z.B. mit einer Regelung nach dem schweizerischen Vorbild)?
    4. Wie stellt sich das denn für einen UNTERNEHMER dar, der dieses Modell anwenden muss um wettbewerbsfähig zu sein/bleiben?
    5. Und, und, und………………..

    Aber das wäre dann ja wohl nicht populistisch genug! Wen wenn nicht die bösen lebensmittelproduzierenden Unternehmen sollen wir denn dann für diese Missstände verantwortlich machen? Die böse, brutale, skrupellose Fleischbranche, wie auch immer sie das betrachten, gibt doch einfach einen guten Schuldigen ab! Warum also über die WAHREN Umstände und Hintergründe im Konsens berichten oder diskutieren? Die Fleischbranche war ja schon immer eine der übelsten, schlimmsten und überhaupt. Und gestern stand ja erst wieder was über eine Gewalttat in der Zeitung, verübt mit einem Metzgermesser/Schlachtermesser, da kannst du mal wieder sehen, diese Metzger (war zwar dann ein Banker/Angestellter/Krankenpfleger aber…). Na ja, wer schon so einen Job macht, was kann man da anderes erwarten?

    Kommt jetzt wieder eine Dankesmail für mein Interesse an ihren Sendungen? Mich würde vielmehr interessieren, ob sie eine Möglichkeit sehen, die von mir aufgeführten Umstände mit den von ihnen (zurecht) angeprangerten Zuständen, im Rahmen eines Beitrags gegenüber zu stellen. Verschiedene Interessenparteien haben verschiedene Ansichten, diese verschiedenen Ansichten sollten einmal wertneutral dargelegt werden, bevor man eine ganze Branche an den Pranger stellt.


    06.08.2013
    Preis wichtiger als Herkunft

    EU-Studie untersucht Verhalten der Verbraucher beim Fleischeinkauf

    fleischwirtschaft.de –BRÜSSEL. Beim Fleischeinkauf beschränken sich die Verbraucher in der EU auf nur wenige Informationen. Der Preis spielt bei den Entscheidungskriterien mit Abstand eine größere Rolle als die Herkunft.

    Mit 68 Prozent ist das Haltbarkeitsdatum für die Verbraucher das wichtigste Merkmal, dicht gefolgt vom Preis, auf den 67 Prozent der Befragten in erster Linie beim Einkauf von Fleisch achten. Wichtig ist den Konsumenten auch die Herkunft (48 Prozent), Tierschutz spielt bei der Auswahl für 22 Prozent eine Rolle. Auf ökologische Erzeugung achten noch 18 Prozent und auf GVO-Freiheit 17 Prozent.

    Gegenstand der von der EU-Kommission veranlassten Studie sind 13.477 Verbraucherbefragungen – etwa 500 je Mitgliedsstaat – und rund 10.500 Testkäufe, die unter den Gesichtspunkten Lebensmittelsicherheit, Qualität, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Tierschutz, Herkunft und Preis ausgewertet wurden.
    Aus dem Bericht geht hervor, dass 59 Prozent der Befragten in Deutschland mehr Ökofleisch kaufen wollen. Fleisch mit Tierschutzlabel präferieren 57 Prozent, so viel wie in keinem anderen EU-Land.

    Die Studie bestätigt aber auch, dass die Einkaufsweise vom erklärten Verhalten abweicht und dass Medienberichte über Skandale einen Einfluss auf das erklärte Verhalten haben. So ist der Abstand zwischen erklärtem Ziel und tatsächlichem Handeln EU-weit bei Ökofleisch am größten: 41 Prozent würden es kaufen, aber nur 16 Prozent tun es. Als Grund wird meist der zu hohe Preis genannt. Fehlende Verfügbarkeit oder mangelnde Information spielen weniger eine Rolle.

    Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 32/2013

  • Foren-Beitrag von RüMüllerFT34 im Thema

    .................sah sein Bestreben bestätigt, höherwertige Lebensmittel in Deutschland zu produzieren, kritisierte aber die Preispolitik des Handels. „Billigpreisaktionen gehen zu Lasten der Landwirtschaft“, so der Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Kempten.

    Die Verbraucher seien es inzwischen gewohnt, sich an Sonderangeboten zu orientieren. So könne aber keine hochwertige und nachhaltige Lebensmittelproduktion bezahlt werden.

    Quelle: afz – allgemeine fleischer zeitung 30/2013

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